Ironman Barcelona, 2. Oktober

3,8km Swim, 180km Bike, 42,2km Run;  Erreichte Zeit: 10h3m58s;  301.ter Gesamtrang - toll. Nur knapp über der Bestzeit.  Platz 54 in AK M40 (von 560 Athleten)

Es war meine 12. Langdistanz und somit ein kleines Jubiläum - mein 10. Ironmanfinish. Es herrschten gute Bedingungen am Start, das Meer war ruhig und fast kein Wellengang. Ich fühlte mich eigentlich sehr gut im Wasser, fand schnell mein Tempo, leider "verlor" ich 5-7 Minuten von meiner erwarteten Schwimmzeit. Kann nicht sagen woran es genau gelegen hat, etwas enttäuscht kam ich nach 1h14min in die Wechselzone. Am Rad erwischte ich einen top Tag. Phasenweise fuhr ich die 2 Runden entlang der Küste mit fast 38 km/h im Schnitt, die zweite Runde sogar schneller als die erste. Die Ernährung war ok, 15 Kohlehydratatgels und mehrere Flaschen Iso und Wasser sorgten für meinen besten Bikesplit - es war meine schnellste Radzeit auf 180km. Schließlich drückte ich es in 5h02min herunter, das entsprach einem Schnitt von 36km/h. Mit großer Euphorie startete ich in den Marathon. 7km konnte ich meinen Zielpace von 4:55min/km halten. Jedoch lief es nicht so rund wie geplant, "ja der Ironman hat immer eigene Gesetze", dachte ich. Schwere Beine gerade in meiner besten Disziplin beunruhigten mich etwas. Auch mental war es sehr hart. Ich musste kämpfen und einen Mittelweg aus Tempo und Vernunft finden. Ich wollte keine energetischen Probleme bekommen und dosierte etwas das Tempo ab km10. Dies pendelte sich auf 5:10-5:14min/km ein. Nur mehr Cola und Wasser und weitere 5 Gels nahm ich zu mir. Ich war am Limit. Die letzten 10km waren nur mehr reines Leiden und extreme Kopfsache. Weiter hart laufen war mein Plan, kurze Gehpausen bei den Labstationen musste ich dennoch einlegen. Ich rechnete schon hoch, die sub 10h Marke konnte ich leider nicht knacken. Marathon in 3h41min - noch im Rahmen meiner Ziele. Das ist eben der Sport, nicht alles läuft nach Wunsch in so einem schweren langen Rennen, ich wollte sub3h30min laufen. Aber ich war immer "Herr der Lage" und finishte gesamt in 10h03min. Es war mein 3.bestes Ironmanergebnis. Die Finishline wie immer pures Adrenalin und Gänsehaut. "You are an Ironman" - das hörst Du im Ziel. Stolz, Zufriedenheit und Glück - den langen Tag gesund überstanden zu haben! Schmerz vergeht - Stolz bleibt ! Ich komm 2017 wieder - next stop: Ironman Kopenhagen im August 2017